Verdachtsdiagnose Krebs: Erhöhtes Risiko für psychische Störungen

Forschung zur Gesundheitsversorgung im Alltag zeigt: Frauen mit Verdacht auf Brust- oder Genitalkrebs entwickeln häufiger Depressionen, Angstsymptome und Anpassungsstörungen

Krebserkrankungen mindern die Lebensqualität Betroffener zumeist erheblich. Seelische Belastungen stellen dabei eine wesentliche Begleiterscheinung dar. Dieser Zusammenhang gilt als belegt. Wenig bekannt ist hingegen über den Einfluss von Verdachtsdiagnosen auf die Psyche. Forscher von QuintilesIMS gingen der Frage nach, ob unbestätigte Verdachtsdiagnosen auf Brust- oder verschiedene Formen von Genitalkrebs bei Frauen mit einem höheren Risiko verknüpft sind, an einer Depression, Angst- oder Anpassungsstörung zu erkranken, als dies bei Frauen ohne Krebsdiagnosen der Fall ist. Die Basis der Untersuchung bildeten anonymisierte Behandlungsverläufe von über 4.800 Frauen aus gynäkologischen Praxen in Deutschland. Im Ergebnis zeigte sich, dass rund 15 % der Frauen mit einer Verdachtsdiagnose auf eine der beiden Krebsformen in einem Nachbeobachtungszeitraum von drei Jahren an einer der drei psychischen Störungen litten. Am größten war das Risiko erwartungsgemäß bei der ebenfalls in die Studie einbezogenen Gruppe mit bestätigter Diagnose. Angesichts der Risikobehaftung von Verdachtsdiagnosen empfehlen die Forscher ein über mehrere Monate angelegtes Screening auf psychische Störungen nach der Initialdiagnose.

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