Mathias, Clinical Research Associate

Wie war Dein Bewerbungsprozess?

In meinem Fall begann alles mit einer Initiativbewerbung. Darauf reagierte IQVIA sehr schnell: Im ersten Schritt erfolgte ein Telefonat in englischer Sprache, in dem es in erster Linie um die Vervollständigung meiner Daten ging. Darauf folgte ein zweites (deutsches) Telefonat mit der Talent Acquisition-Abteilung, das ebenfalls positiv verlief. Im dritten Schritt hatte ich ein persönliches, sehr angenehmes Gespräch in Frankfurt, das wenige Tage später eine Zusage nach sich zog. Zu meinem Erstaunen bot die Firma einen Start schon innerhalb weniger Tage an, was bei Neueinstellungen ja eher ungewöhnlich ist. Alles in allem war es ein stringentes, schnelles und nachvollziehbares Verfahren in guter Atmosphäre. Dazu gehörte auch, dass die Reisekostenerstattung zügig und unaufgefordert durch die Firma erfolgte.

Warum hast Du Dich für diesen Job entschieden?

Im Anschluss an mein Biologiestudium habe ich erste berufliche Erfahrungen im Vertrieb eines Pharmaunternehmens gesammelt. Nach fast sieben Jahren als Pharmareferent hat es mich in den Bereich Clinical Research gezogen, da mir die Entwicklung neuer Medikamente besonders spannend erschien. Nach einer ersten Phase überwiegend stationärer Bürotätigkeit im Bereich Phase IV-Studien habe ich die Betreuung von Zulassungsstudien (Phase II und III) übernommen, die mit häufigen Besuchen der Studienzentren verbunden ist. Der direkte, persönliche Kontakt zu den Studienteams und die Arbeit „am Puls des Geschehens“ sind für mich ein großer Mehrwert. Als eine der größten Clinical Research Organizations (CROs) bietet IQVIA zudem viele Entwicklungsmöglichkeiten, verbunden mit einem guten Renommee.

Wie sieht Dein typischer Arbeitstag aus?

Mein klassischer Arbeitsalltag spielt sich in zwei unterschiedlichen Sphären ab: im Home Office (ca. 40 % meiner Arbeitszeit) sowie auf Reisen und in den acht derzeit von mir betreuten Studienzentren (ca. 60 %). Während die heimbasierte Tätigkeit vor allem Dienstreisevor- und nachbereitung sowie E-Mail-Korrespondenz bedeutet, besteht das Studienmonitoring vor Ort aus Prüfungen der klinischen Vorgänge sowie von deren Dokumentation, Gesprächen mit den Studienteams und Kundenkommunikation. Bei größeren Kunden bzw. Arzneimittelherstellern gibt es neben der Ad hoc-Kommunikation lediglich das regelmäßige Reporting zu meinen Besuchen; bei kleineren Unternehmen kommt es zusätzlich vor, dass ich die Studienzentren auch mal gemeinsam mit dem Kunden aufsuche.

Wie kann man sich das Studienmonitoring konkret vorstellen? Der Clinical Research Associate hat keinen Patientenkontakt, sondern steht mit den Studienteams in Verbindung (Ärzte, Schwestern, Dokumentatoren). Zu seinen Aufgaben gehört die Prüfung von Studiendokumentation und Patientenakten, ferner die Dokumentation der identifizierten Abweichungen. Nicht zuletzt unterstützt er bei der Rekrutierung von Patienten für die Studien durch Analyse des Rekrutierungsprozesses und dessen Optimierung, auch durch die Zielgruppendefinition (welche Patienten werden genau gesucht?).

Was ist das Tolle an Deinem Job?

Ein ganz wichtiger Punkt für mich ist, dass meine Tätigkeit sehr abwechslungsreich ausfällt. Vom Büro aus oder in den über ganz Deutschland verteilten Studienzentren habe ich mit unterschiedlichsten Ansprechpartnern und Therapiegebieten zu tun, von Alzheimer über Diabetes bis von-Willebrand-Syndrom (der häufigsten angeborenen Störung der Blutgerinnung). Man lernt ständig dazu, es gibt immer wieder neue regulatorische Vorgaben, die eine flexible Reaktion erfordern (z.B. die Einverständniserklärungen der Patienten im Sinne des Datenschutzes durch die DSGVO).

Als Hauptansprechpartner der Studienteams bin ich sozusagen eine „Schnittstelle der Kommunikation“, das liegt mir; hinzu kommt die internationale Ausrichtung der Studien sowie der Kunden (Labore und Ansprechpartner sind in verschiedenen Ländern angesiedelt), was ich als bereichernd empfinde. Und schließlich weiß ich, weshalb ich diese Tätigkeit ausübe: Mit neuen Wirkansätzen leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung, insbesondere bei Phase II- und III-Studien und bei völlig neuartigen Medikamenten. Das ist der „tiefere Sinn“ meiner Arbeit und erfüllt mich mit großer Zufriedenheit!

Welche Herausforderungen bringt Dein Job mit sich?

Zuallererst sind verhandlungssichere Englischkenntnisse gefragt – das ist einfach die Grundlage für unsere interne und auch externe Kommunikation. A propos Kommunikation: Psychologisches Geschick ist eine gute Voraussetzung für den Umgang mit Studienteams (in der Studie wird einfach vieles anders umgesetzt als im Klinikalltag, darauf muss immer wieder hingewiesen werden) wie auch im Kundenkontakt. Bei den Prüfungen vor Ort in den Studienzentren muss der Clinical Research Associate sehr sorgfältig arbeiten. Nicht vergessen werden sollte, dass man in dieser Position mit Zeit- und Erfolgsdruck zu tun hat, und Ansprechpartner häufig in unterschiedlichen Zeitzonen sitzen – hier gilt es, den Überblick zu behalten, strukturiert zu arbeiten und Prioritäten zu setzen.

Was macht Dein Team aus?

Unser Team setzt sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Nationen und Kulturen zusammen. Dieser Umstand bringt es mit sich, dass mitunter auch mal Missverständnisse sprachlicher oder kultureller Natur auftreten können. Aufgrund der großen Kollegialität und Hilfsbereitschaft untereinander finden wir aber auch in solchen Fällen immer einen Weg, zu einer guten Lösung im Sinne der Kunden zu kommen.

Bei uns gibt es eine starke Tendenz zur Dokumentation auch in der internen Kommunikation, daher bestimmt die E-Mail-Korrespondenz einen großen Teil des Informations- und Erfahrungsaustausches. Ich persönlich greife da öfter mal zum Telefon, um den Kontakt etwas persönlicher zu gestalten – obendrein kann man dann schneller reagieren, wenn etwas unklar sein sollte.

Warum passt Dein Arbeitgeber zu Dir?

Zum einen arbeite ich in einem internationalen Team, was meinen Interessen und auch meiner familiären Situation (ich bin mit einer Spanierin verheiratet) entgegenkommt. Zum anderen bietet IQVIA viele Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung, so dass ich nicht befürchten muss, „auf der Stelle zu treten“. Und schließlich fühle ich mich hier sehr wohl, weil mein Arbeitsumfeld von einer überall spürbaren Kollegialität geprägt ist.

Wie hast du das Onboarding erlebt?

Bei meinem Einstieg bin ich überall auf Freundlichkeit, Offenheit und Hilfsbereitschaft gestoßen, so dass ich einen guten Start hatte. Was das rein Fachliche betrifft, so musste ich mir trotz mehrerer Schulungen doch vieles im Selbststudium aneignen. Wie im späteren Berufsalltag auch, war hier strukturiertes Arbeiten und Priorisierung gefragt.

Worin unterscheidet sich IQVIA von Deinen bisherigen Arbeitgebern?

Die Kollegen, mit denen ich täglich arbeite, sind über den ganzen Globus verteilt. Die internationale Ausrichtung bedeutet nicht nur unterschiedliche Zeitzonen und Feiertage, sondern auch den ständigen Einsatz der englischen Sprache in Wort und Schrift. Hinzu kommt öfter Zeit- und Projektdruck, die Uhren „gehen hier einfach schneller“ als bei meinen früheren Arbeitgebern.

Wie erlebst Du die Zusammenarbeit bei IQVIA?

Die internationale Projektarbeit mit Teams aus mehreren Ländern ist sehr abwechslungsreich und interessant; aufgrund der ausgeprägten Kollegialität und Ergebnisorientierung empfinde ich die Zusammenarbeit als sehr angenehm und produktiv. Schade ist nur, dass man mit vielen Kollegen lediglich per E-Mail Kontakt hat und sie nicht persönlich kennenlernen konnte.

Was würdest Du Bewerbern auf Jobs in Deinem Unternehmensbereich raten?

Gute bis sehr gute Englischkenntnisse sind unerlässliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Tätigkeit als Clinical Research Associate. Bewerber sollten strukturiert arbeiten und Prioritäten setzen können, damit sie auch unter Zeitdruck und bei komplexen Strukturen nicht den Überblick verlieren. Teamorientierung steht bei uns ganz oben in der Werteskala; kommunikatives Geschick ist sowohl im Umgang mit den Studienteams als auch in der Kundenbetreuung gefragt. Und schließlich erfordert die Arbeit große Sorgfalt insbesondere bei den Prüfungen vor Ort in den Studienzentren.

Ist man erst einmal an Bord, sollte man zumindest für ein paar Monate im Firmenbüro statt im Home Office arbeiten, um schneller ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Im Unternehmen bekommt man einfach vieles nebenbei mit, was man von zu Hause aus häufig erst mühsam erfragen muss oder gar nicht erfährt. Übrigens: In der Branche ist IQVIA ein wirklich bekannter Name, das macht sich immer gut im Lebenslauf!