Sabine, Clinical Research Associate

 

Wie war Dein Bewerbungsprozess?

Nach Einreichung meiner englischen Online-Bewerbung (die Stellenausschreibung war auch in englischer Sprache) verlief der Prozess schnell und unkompliziert. Zuerst hatte ich ein kurzes Telefoninterview, im nächsten Schritt folgte sehr bald die Einladung zu einem Ortstermin in der Firmenzentrale. Dort hatte ich ein freundliches, angenehmes Gespräch in ungezwungener Atmosphäre mit der zuständigen Line Managerin und dem Bereichsleiter. Was mir positiv aufgefallen ist, war, dass keinerlei „Katalogfragen“ gestellt wurden. Es ging dort um ein wirkliches gegenseitiges Kennenlernen; neben den fachlichen Qualifikationen legten meine Gesprächspartner besonderen Wert auf meine kommunikativen Fähigkeiten. Die telefonische Zusage kam schon nach einer Woche, und bereits vier Wochen später ging ich an den Start. HR schickte mir freundlicherweise den von der Firma unterzeichneten Arbeitsvertrag vorab per E-Mail zu, so dass ich auch gleich schon die rechtliche Sicherheit der Anstellungszusage hatte.

 

Warum hast Du Dich für diesen Job entschieden?

Vor meiner Zeit im IQVIA™ Konzern war ich in der universitären Grundlagenforschung tätig; der konkrete Anwendungsnutzen meiner Arbeit dort war für mich nicht immer greifbar. Mit der abgeschlossenen Entwicklung eines neuen Medikaments hingegen wird der Nutzen für Patienten viel deutlicher sichtbar, das war für mich ein wichtiger Aspekt meiner Entscheidung für IQVIA. Das Berufsbild des Clinical Research Associate war für mich damals neu; bei näherem Hinsehen erschien mir diese Stelle als Einstieg in die klinische Forschung und als Schnittstelle der Kommunikation mit unterschiedlichen Unternehmensbereichen sehr attraktiv. Mir wurde klar, dass das vielfältige Aufgabenspektrum unterschiedliche Kompetenzen erfordert, z.B. neben den wissenschaftlichen auch kommunikative und organisatorische. Das hat mich sehr angesprochen; hinzu kam die internationale Ausrichtung des Unternehmens.

 

Wie sieht Dein typischer Arbeitstag aus?

In meinem Unternehmensbereich ist man in der Regel fest einem Kunden zugeordnet. Die Studienzentren, für die ich verantwortlich bin, sind deutschlandweit verteilt. Meine Aufgabe liegt im Wesentlichen darin, bei der Umsetzung der Studienvorgaben zu unterstützen, das Monitoring für die Studie zu leisten und zwischen Kunde, Studienpersonal und IQVIA abteilungsübergreifend zu vermitteln sowie „die Fäden zusammenzuhalten“.

Grundsätzlich habe ich zwei unterschiedliche Arbeitstage: den Klinikarbeitstag (ca. 25 % meiner Arbeitszeit) und den Büro- oder Home Office-Arbeitstag (etwa 75 % meiner Tätigkeit). Besuche ich ein Studienzentrum im Rahmen eines Klinikarbeitstages, dann kontrolliere ich z.B. die Prüfmedikation in der Klinikapotheke, bevor ich im Studienzentrum Protokolle und Akten überprüfe. Dort finden häufig auch Abstimmungsgespräche mit dem Studienpersonal zu den unterschiedlichsten Fragen statt.

Im Büro geschieht dann das sogenannte „Remote Monitoring“: Der Vormittag ist in der Regel von der Kommunikation (großenteils per E-Mail) mit meinen 10 Studienzentren geprägt, vor allem wegen der besseren Erreichbarkeit des Studienpersonals in dieser Zeit. Nachmittags widme ich mich häufig Reports zu den Studienzentren, die im IT-System dokumentiert und an den Kunden geschickt werden. Hinzu kommen Routinetätigkeiten. Über die Einteilung meiner Arbeitszeit kann ich grundsätzlich selbst befinden; allerdings ist eine Erreichbarkeit zwischen 09:00 und 17:00 Uhr nach meiner Erfahrung empfehlenswert.

 

Was ist das Tolle an Deinem Job?

Meine Tätigkeit als Clinical Research Associate ist sehr vielfältig und nie langweilig – schließlich gibt es immer wieder neue Gesprächspartner/innen, Themen, Entwicklungen, Vorgaben und Rahmenbedingungen! Stillstand ist hier nie angesagt. Es ist sehr motivierend, bei der Entwicklung und Umsetzung klinischer Studien zu unterstützen und damit langfristig zur Verbesserung der Patientensituation beitragen zu können. Dabei steht die Kommunikation immer im Mittelpunkt. Innerhalb der gesetzlichen und protokollarischen Vorgaben kann ich zudem selbständig arbeiten und gestalte meinen Tagesablauf in eigener Regie, das gefällt mir sehr. Und schließlich erlebe ich abteilungs-  und organisationsübergreifend ein gutes Teamwork, was die Arbeit nicht nur erleichtert, sondern auch viel angenehmer macht.

 

Welche Herausforderungen bringt Dein Job mit sich?

In meinem Job sind neben kommunikativem Fingerspitzengefühl vor allem Improvisationskunst und Flexibilität gefragt. Man muss über eine gute Selbstorganisation verfügen und priorisieren können. Dabei können sich Prioritäten je nach Projektverlauf auch immer wieder ändern, so dass ich oft umdisponieren muss. Multitasking-Fähigkeit ist hier sicher auch ein wichtiges Stichwort, sowie Belastbarkeit, um in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Diese sind natürlich keine Dauersituation, denn in jeder Studie gibt es „Hoch- und Niedrigphasen“.

 

Was macht Dein Team aus?

Ob intern oder extern – in den jeweiligen Teams reden wir grundsätzlich auf Augenhöhe miteinander und respektieren die Fach- und Entscheidungskompetenz der anderen. Natürlich hat jedes Studienzentrum seine eigene Ausprägung, aber die wertschätzende und transparente Kommunikation in Verbindung mit großer Hilfsbereitschaft ist überall zu finden. In den internen Studienteams weisen wir uns z.B. gegenseitig auf kritische Punkte hin, die wir in der Arbeit entdecken. 

 

Warum passt Dein Arbeitgeber zu Dir?

IQVIA ist ein international ausgerichtetes Unternehmen, das eine hohe Diversität hinsichtlich Nationalität und fachlicher Qualifikation der Mitarbeiter besitzt. Die Vielfalt und interdisziplinäre Arbeitsweise passen einfach gut zu meinen Vorstellungen von beruflicher Tätigkeit. Hinzu kommen das flexible Arbeitszeitmodell, flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege. Wie ich ein Ziel erreiche, bleibt mir weitgehend selbst überlassen. Und schließlich erlebe ich immer wieder, dass die Rücksichtnahme des Unternehmens auf die jeweilige persönliche Lebenssituation der Mitarbeiter eine Grundhaltung ist, die nach meinem Eindruck konsequent gelebt wird.

 

Wie hast du das Onboarding erlebt?

Kurz gesagt: sehr angenehm und unbürokratisch! Gleich zu Anfang hatten wir über zwei Tage hinweg klar strukturierte Einführungsveranstaltungen zu grundsätzlichen und administrativen Aspekten. Danach folgten einen Monat lang Trainings zu inhaltlichen und organisatorischen Fragen meines Aufgabengebiets (z.B. Monitoring-Briefe an die Studienzentren, studienspezifische Dinge, Formulare und Systeme). Das Unternehmen hatte mir auch eine Mentorin zur Seite gestellt, deren Unterstützung ich infolge der ausgeprägten Hilfsbereitschaft unserer Kollegen jedoch kaum in Anspruch nehmen musste. Insgesamt wurde mir der Einstieg durch Führungskräfte und Mitarbeiter wirklich sehr einfach gemacht.

 

Wie erlebst Du die Zusammenarbeit bei IQVIA?

Die Zusammenarbeit bei uns ist ergebnisorientiert, angenehm und von Kollegialität geprägt. Nach meiner Erfahrung sind die Vorgesetzten für ihre Mitarbeiter greifbar und haben ein konkretes Interesse an deren Weiterqualifizierung. Gute Arbeit wird auch als solche anerkannt – diese Einstellung findet ihren konkreten Niederschlag u.a. in den Mitarbeiter-Awards, die immer wieder vergeben werden. Nicht zu vergessen ist auch die Feedback-Kultur: Ob positiv oder negativ, Kritik ist immer konstruktiv, und Lob wird deutlich ausgesprochen.

 

Was würdest Du Bewerbern auf Jobs in Deinem Unternehmensbereich raten?

Wichtig erscheint mir vor allem, sich selbst etwas zuzutrauen! Ich war ja selbst Neuling in meinem Arbeitsbereich, und IQVIA gibt Quereinsteigern auch die Chance, sich im Unternehmen zu beweisen. Flexibilität und Multitasking sind unverzichtbare Fähigkeiten in diesem Arbeitsbereich. Es gibt immer wieder Änderungen der Rahmenbedingungen, zum Teil auch aufgrund neuer Gesetzesgrundlagen wie DSGVO oder durch neue Vorgaben des Kunden im Studienprotokoll. Man sollte gerne mit anderen kommunizieren, denn Kommunikation ist einfach das „A und O“. Interesse an (fortlaufender) Weiterbildung ist eine gute Voraussetzung, und natürlich sollte man Interesse an klinischer Forschung mitbringen.